reflections

Müll im Paradies

Montag

Also ein steht mal fest: Addi und Eva sind sehr reinliche Menschen. Müll in der Wohnung kommt ihnen nicht in die Tüte. Na ja, in die Tüte eigentlich schon – in einen Gelbmüllsack genau genommen. Die Gelbmüllsäcke kamen dann aber auch ganz schnell aus der Wohnung raus. In den Hausflur genaugenommen, noch genauer: genau vor die Verbindungstür von Stoffhalle Helmig, die ihre Mitarbeitertoillette in unserem Teil des Hauses haben.

Und für die die es interessiert: es waren zwei und die waren schon am Sonntagmittag da. Also ich versteh das nicht. Die sind gerade mal eine Woche in der Wohnung und schon haben sie zwei Gelbmüllsäcke voll gemacht. Ich schaffe gerade mal einen Sack im Monat. Okay die sind zu zweit und noch jung, die müssen sicherlich viel essen, aber mal ehrlich Leute: muss das sein?

Solche Leute machen ratzifatzi auch die Biomüll-Tonne und die Graumüll-Tonne voll. Und wo bleiben dann wir anderen? Wir ersticken dann in unserem Müll und in dem von Eva und Addi noch dazu, weil die ja ihren Gelbmüll auch noch im Hausflur lagern. Als hätte ich dann nicht genug mit meinem eigenen Müll zu tun und der wird ja nur einmal im Monat abgeholt. Bei zwei Säcken Gelbmüll pro Woche macht das bis zur nächsten Abholung mindestens 8 (in Worten: acht) Gelbmüllsäcke!

Wie soll der arme Herr Kaplan mit seiner maladen Hüfte denn gegen Ende März überhaupt noch zur Haustür raus kommen? Und die Mitarbeiter von Stoffhalle Helmig müssen entweder auf Getränke verzichten oder über eine Strickleiter außen an der Hauswand hoch und dann durchs Fenster im ersten Stock rein.

Ich finde das alles sehr traurig. Die jungen Leute...

Doris

 

12.3.07 21:49

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